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Lese- Rechtschreibstörung (LRS)

Was ist eine Lese-Rechtschreibstörung?

Bei einer Lese- Rechtschreibstörung handelt es sich um eine Lernstörung, die das Lesen und/oder das Schreiben betrifft.

Anzeichen für eine LRS sind:

Schrift

  • es wird viel durchgestrichen, überschrieben
  • Buchstaben sind nicht klar zu erkennen, „unsaubere“ Schrift

Lesen

  • langsames, stockendes, monotones Lesen
  • Probleme, die Buchstaben zu einem Wort verbunden zu lesen
  • Probleme beim Unterscheiden ähnlicher Buchstaben oder Wörter 
  • Probleme beim Verstehen des gelesenen Textes 
  • Das Kind lernt Texte eher auswendig (bleibt sehr oft unbemerkt)

Schreiben

  • Optisch ähnliche Buchstaben werden vertauscht, z. B. p/b oder m/n
  • Kinder schreiben noch nach der 1. Klasse Wörter so wie sie das Wort hören z.B. /Koap/ statt „Korb“
  • Entstehung des sogenannten „Wortsalates“ z.B. /vretene/ statt „verstehen“
  • Schwierigkeiten beim Erlernen von Regeln (Groß- und Kleinschreibung, Doppelkonsonanten, Dehnungs-„h“)

Eine LRS lässt sich sicher erst nach Beginn des Schuleintrittes feststellen. Gerade in der ersten Klasse ist dies durch den Lernprozess noch erschwert, da alle Kinder zu Beginn Unsicherheiten zeigen.
Sollte das Kind jedoch über Monate hinweg die gleichen Schwierigkeiten zeigen, ist eine Überprüfung der Lese-Rechtschreibfähigkeiten sinnvoll.

Was ist unter Lesesinnverständnis-Störung zu verstehen?

Wird eine Sprachentwicklungsstörung, welche mit Sprachverständnisproblemen einher geht, nicht im Kindesalter (so früh wie möglich) therapiert, so kann es im Grundschulalter nicht nur zu Problemen im Fach Deutsch, sondern auch in Mathe kommen.
Warum? Weil in den ersten Grundschulklassen häufig Textaufgaben eingesetzt werden. Bei diesen Aufgaben ist ein gutes Lesesinnverständnis Voraussetzung für den korrekten Rechenweg.
Später kann es zu Problemen in Deutsch oder in der gewählten Fremdsprache kommen, da die Schüler auch hier Probleme mit dem Sprach- und Lesesinnverständnis zeigen.
Es gibt spezielle Therapieansätze zur Behandlung von Textverständnisstörungen bei Schulkindern und Jugendlichen. Ein Beispiel liegt in der Therapie nach dem Patholinguistischen Ansatz (PLAN) nach Siegmüller und Kauschke.

Wann ist eine logopädische Therapie bei LRS und Lesesinnverständnis-Störung angezeigt?

In etlichen Studien festgestellt hat, dass Menschen, deren Aussprachestörung (Phonologische Störung) und / oder Sprachentwicklungsstörung nicht oder zu spät therapiert wurde, ein deutlich erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer entsprechenden Störung haben.
Wenn die Probleme auf eine frühere Sprachentwicklungsstörung oder Artikulationsstörung (Phonologische Störung) zurück zu führen sind, so dürfen Ärzte eine Verordnung für Logopäden zur logopädischen Behandlung ausstellen.

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