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Logopädische Therapie bei Morbus Down

Kinder mit Down-Syndrom zeigen eine allgemeine Entwicklungsverzögerung. Im Folgenden wird auf die Auffälligkeiten eingegangen, die wir in der Logopädie therapeutisch beeinflussen können.

Welche Bereiche können betroffen sein?

  • Zungen- und Lippenmuskulatur
  • Sensibilität (Wahrnehmung) 
  • Nahrungsaufnahme
  • Sprachentwicklung
  • Aussprache

Welche Auffälligkeiten zeigen sich?

  • Offene Mundhaltung
  • Falsche Zungenruhelage (z. B. auf der Unterlippe)
  • Scheinbar vergrößerte Zunge („Makroglossie“) 
  • Reduziertes Speichelschlucken (sabbern)

Was sollte eine logopädische Untersuchung und Therapie beinhalten?

Wenn möglich, ist es sinnvoll, eine erste logopädische Therapiephase im Säuglingsalter zu starten. Lesen Sie hierzu unter Säuglinge/Mund- und Esstherapie.

Vor einer Therapie findet immer zunächst ein Gespräch mit den Eltern statt (Anamnese). Im Anschluss daran wird das Kind, je nach Alter und Auffälligkeiten, logopädisch beobachtet und untersucht.

Die logopädische Therapie beinhaltet

  • Arbeit im Entwicklungsdreieck: Füße, Hände und Mund
  • Förderung der Mundmotorik und des Mundschlusses und der gaumengerichteten Zungenruhelage durch spezielle Massage- und Stimulationstechniken (im Gesicht, sowie außerhalb und innerhalb des Mundes) 
  • Orofaziale Regulationstherapie nach Castillo Morales und andere Behandlungstechniken, die ein Erlernen ungünstiger Bewegungsabläufe verhindern bzw. umbahnen sollen
  • Sprachtherapie, z. B. nach den Konzepten GUK (Gebärdenunterstützte Kommunikation nach E. Wilken, Konlab-Therapiekonzept nach Zvi Penner, Therapie nach B. Zollinger, u. a.) 
  • Evtl. Lautanbahnung und Artikulationstherapie (z. B. mit Hilfe lautunterstützender Bewegungen oder anhand des TAKTKIN-Konzeptes nach B. Birner-Janusch).

Wir arbeiten ganzkörperlich. Das bedeutet, wir beziehen Übungen zur Förderung der Ganzkörperspannung, der Körpermotorik und der Wahrnehmung des Körperschemas mit ein.
Allerdings sollten die Eltern mit dem behandelnden Arzt abklären, ob zusätzlich Physio-, Ergo- oder andere Therapiemaßnahmen notwendig sind.
Oft ist es sinnvoll, dass sich Physio-, Ergo- und Logopädiephasen abwechseln. Die Logopädie findet also mit regelmäßigen Therapiepausen statt. Dadurch können die Eltern feststellen, inwieweit das Gelernte bereits in den Alltag übernommen wird.

Praxis für Logopädie A. Kittel

Inh. Nina Förster
Nürtinger Str. 5
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T: +49 (71 23) 20 02-41



Sprache ist der springende Punkt.

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